Liederbuch der Burschenschaft Hasenlauf

Die folgenden Lieder sind auf dieser Seite zu finden:

Grüner PunktO alte Burschenherrlichkeit
Grüner PunktDrei Lilien
Grüner PunktHasenlaufwalzer
Grüner PunktGrenzgangslied 1950
Grüner PunktTief im Hinterland
Grüner PunktDas Lied vom Spargel
Grüner PunktIch bin ein freier Wildbretschütz

O alte Burschenherrlichkeit

Melodie: Vor 1843, entstanden aus dem älteren Studentenlied ,,Was fang ich armer Teufel an"
Text (verkürzt): Eugen Höfling (1808-1880)


O alte Burschenherrlichkeit,
wohin bist du verschwunden?
Nie kehrst Du wieder, goldne Zeit,
so froh und ungebunden!
Vergebens spähe ich umher,
ich finde deine Spur nicht mehr.
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!

Den Burschenhut bedeckt der Staub,
es sank der Flaus in Trümmer,
der Schläger ward des Rostes Raub,
verblichen ist sein Schimmer,
verklungen der Kommersgesang,
verhallt Rapier- und Sporenklang.
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!

Wo sind sie, die vom breiten Stein
nicht wankten und nicht wichen,
die ohne Moos bei Scherz und Wein
den Herrn der Erde glichen?
Sie zogen mit gesenktem Blick
in das Philisterland zurück.
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!
O je, o je, o jerum, o quae mutatio rerum!

D'rum Freunde reichet euch die Hand,
damit es sich erneu're,
der alten Freundschaft heil'ges Band,
das alte Band der Treue.
Stoßt an und hebt die Gläser hoch,
die alten Burschen leben noch,
noch lebt die alte Treue,
noch lebt die alte Treue!

Drei Lilien

Melodie:  Nach "Unter den Linden grüne", 1601
Text: Wahrscheinlich um 1830 nach der Ballade vom Nachtjäger umgeformt, im Weltkrieg als Soldatenlied gesungen


Drei Lilien, drei Lilien, die pflanzt' ich auf mein Grab.
Da kam ein stolzer Reiter und brach sie ab.
Juvi valle ralle ralle ralle ra, juvi valle ralle ralle ralle ra,
da kam ein stolzer Reiter und brach sie ab.

Ach Reitersmann, ach Reitersmann, laß doch die Lilien stehn,
die soll ja mein Feinsliebchen noch einmal sehn.
Juvi valle ralle ralle ralle ra, juvi valle ralle ralle ralle ra,
die soll ja mein Feinsliebchen noch einmal sehn.

Was schert mich denn dein Liebchen, was schert mich denn dein Grab!
Ich bin ein stolzer Reiter und brech' sie ab.
Juvi valle ralle ralle ralle ra, juvi valle ralle ralle ralle ra,
ich bin ein stolzer Reiter und brech' sie ab.

Und sterbe ich noch heute, so bin ich morgen tot,
dann begraben mich die Leute ums Morgenrot.
Juvi valle ralle ralle ralle ra, juvi valle ralle ralle ralle ra,
dann begraben mich die Leute ums Morgenrot.

Ums Morgenrot, ums Morgenrot will ich begraben sein;
Dann ist ja mein Feinsliebchen so ganz allein!
Juvi valle ralle ralle ralle ra, juvi valle ralle ralle ralle ra,
Dann ist ja mein Feinsliebchen so ganz allein!

Hasenlaufwalzer

Melodie und Text: Dieter Bastian

Dort wo die grüne Fahne weht, wo der Has' das Schwänzchen hebt,
da ist die Fröhlichkeit zu Haus, drum kommt mit uns hinaus.

Refrain:
Grenzgang beim Hasenlauf, heut' machen wir ein Fäßchen auf,
kommt und schunkelt alle mit, Grenzgang unser Glück!

Der Grenz entlang Ihr Führer führt, durch den Wald der uns gehört,
schlagt an ein Faß mit kühlem Bier, auf die Heimat trinken wir.

Refrain

Lustig und fröhlich woll'n wir sein, alle Bürger groß und klein,
wer weiß ob es in sieben Jahr, so schön wird wie's heute war.

Refrain

Grenzgangslied 1950

Melodie: Günter Seibel
Text: Ludwig Weiß


Aus Traum und Nacht, da ist unser Grenzgang erwacht.
Das Städtlein grüßt und ein Zauber es umschließt.
Im Festtagsglanz, bei Spiel und Tanz,
da singen Oma, Opa, Liesel und der Hans:

Refrain:
Wenn der Grenzgang ausmarschiert, von dem Oberst stolz geführt,
wenn der Mohr sich in den Straßen mit dem Säbel präsentiert,
und die Musik fällt ein, was kann wohl schöner sein
als ein Grenzgang in dem fröhlichen Waldverein, jawohl!

Und Jung und Alt, sie wandern gemeinsam zum Wald.
Im Tal, auf Höh'n gibt's ein freudig Wiederseh'n.
Beim Grenzbegang, im Heimatklang,
da singen Oma, Opa, Liesel und der Hans:

Refrain

Wenn Zeit vergeht, der Grenzgang doch nimmer verweht,
nach sieben Jahr' strahlt er festlich wunderbar.
Das ist bekannt im Hinterland,
da singen Oma, Opa, Liesel und der Hans:

Refrain

Tief im Hinterland

Melodie: Nach "Tief im Odenwald" bzw. "Die schöne Burgenländerin"
Text: Urheber unbekannt. Sachdienliche Hinweise sind willkommen!


Tief im Hinterland steht ein Bauernhaus so hübsch und fein.
Aus diesem Bauernhaus da schaut ein Mädel raus, die schöne Hinterländerin.

Einmal kommt der Tag, wo man Hochzeit macht im Hinterland.
Dann wird sie meine Frau, die sich mir anvertraut, die schöne Hinterländerin.

Drunten in dem Tal rauscht ein Wasserfall, das Bächlein rinnt.
Wo meine Wiege stand, da ist mein Heimatland im schönen, sonnigen Hinterland.

Das Lied vom Spargel

Melodie: Carl Friedrich Zöllner ("Das Wandern ist des Müllers Lust")
Text: Urheber unbekannt. Sachdienliche Hinweise sind willkommen!


In unserem früchtereichen Land
ist eine Pflanze wohlbekannt - der Spargel.
Er schmeckt so gut und wirkt famos,
drum freut sich immer Klein und Groß,
wann endlich geht das Stechen los - der Spargel.

Im Dunkeln schläft er klein und still
und kann nicht so, wie er wohl will - der Spargel.
Doch wird er warm und etwas feucht,
er schnell aus seinem Loche kreucht
und seinen Kopf ganz offen zeigt - der Spargel.

Die Hausfrau ist doch sehr entzückt,
wenn sie 'nen schönen Kopf erblickt - vom Spargel.
Und war 'ne gute Stange dran
spricht lächelnd sie zu ihrem Mann:
Das hat uns beiden gut getan - der Spargel.

Nicht immer haben Frauen Glück,
nicht immer ist er grad und dick - der Spargel.
Oft ist er dünn und langgestreckt,
oft krumm, als wollt er um die Eck,
doch stets erfüllt er seinen Zweck - der Spargel.

Ein langer, off'ner Aufenthalt ist auf die
Dauer ihm zu kalt - dem Spargel.
Drum schützt ihn immer sorgsam schlau,
denn ist sein Kopf erst alt und blau,
hat er kein Zweck mehr für die Frau - der Spargel.

Und tut ihn, wenn er gut und fein,
nur in gesunde Dosen rein - den Spargel.
Denn wenn er erst vergiftet ist und
Wehmutstropfen er vergießt,
dann werft ihn ruhig auf den Mist - den Spargel.

Ich bin ein freier Wildbretschütz

Melodie: Hermann Löns (?)
Text: Hermann Löns


Ich bin ein freier Wildbretschütz und hab’ ein weit Revier,
ich bin ein freier Wildbretschütz und hab’ ein weit Revier,
so weit die braune Heide reicht, gehört das Jagen mir,
so weit die braune Heide reicht, gehört das Jagen mir.
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do! Hus-sa-sa!
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do!

So weit die braune Heide reicht, gehört mir alle Pirsch,
so weit die braune Heide reicht, gehört mir alle Pirsch,
ob Fuchs, ob Has’, ob Haselhuhn, ob Rehbock oder Hirsch,
ob Fuchs, ob Has’, ob Haselhuhn, ob Rehbock oder Hirsch.
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do! Hus-sa-sa!
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do!

Doch weiß ich ein fein’s Mägdelein, auf das ich lieber pirsch,
doch weiß ich ein fein’s Mägdelein, auf das ich lieber pirsch,
viel lieber als auf Haselhuhn, auf Rehbock oder Hirsch,
viel lieber als auf Haselhuhn, auf Rehbock oder Hirsch.
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do! Hus-sa-sa!
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do!

Und daß sie einem andern gehört, macht keine Sorgen mir,
und daß sie einem andern gehört, macht keine Sorgen mir,
ich bin ein freier Wildbretschütz und hab’ ein weit Revier,
ich bin ein freier Wildbretschütz und hab’ ein weit Revier.
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do! Hus-sa-sa!
Hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, hor-ri-do, horri-do!

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© Copyright 1998 Eckhard Henkel
Letzte Änderung am 28.03.99