Erfolgte Missionen
Erste Weltraummission der H.A.S.E.
war das Projekt "Border Observation Satellite System - B.O.S.S. 1", also ein
Grenzbeobachtungs-Satelliten-System.
Mit dem Satellitensystem sollte die Einhaltung der Grenzen des Biedenkopfer Stadtwaldes
zeitgemäß kontrolliert werden, um die beschwerlichen Anteile des zyklisch stattfindenden
Grenzgangs eliminieren zu können.
B.O.S.S. 1
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Die Produktion des
Beobachtungssatelliten wurde in einem Biedenkopfer Betrieb vorgenommen. Im Bild nebenan ist der erste Prototyp zu sehen. Die walzenförmige Konstruktion wird im Orbit in Rotation versetzt, damit eine stabile geostationäre Position im Raum gewährleistet bleibt. Im Bild ist weiterhin die pneumatisch ausfahrbare Antenne am oberen Ende des Satelliten zu sehen. Leider ergab sich beim letzten Zusammenbau der geprüften Teile ein kleines Mißgeschick: Das Objektiv aus Wetzlarer Fertigung wurde umgekehrt anmontiert. Die Folge war, das der Satellit von Beginn an Aufnahmen mit falscher Brennweite liefert. Das System arbeitet ansonsten überaus stabil. |
Es liefert seither täglich und zuverlässig Bilder der Biedenkopfer Grenze - allerdings mit falscher Brennweite:
Bisher wurden die Aufnahmen als Wetterbilder verkauft.
B.O.S.S. 2
Da das "Border Observation Satellite System - B.O.S.S. 1" der H.A.S.E. seit 3 Jahrzehnten nahezu fehlerfrei funktioniert, wurde Ende der 90er Jahre beschlossen, das System einer Inspektion und Reparatur zu unterziehen. Im Gegensatz zur ersten, unbemannten Mission sollte nun eine bemannte Raumfahrtmission gestartet werden, um die Reparatur von "B.O.S.S. 1" vorzunehmen. In logischer Folge wurde diese Mission auf den Namen "B.O.S.S. 2" getauft. Die Zeiten hatten sich inzwischen dahingehend geändert, dass die Raumfahrt durch die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte immer effektiver und somit preiswerter betreiben ließ. Ein Beweis war der enorme Preisverfall in den vergangenen Jahren von Satellitenanlagen für den Fernsehempfang.
Inzwischen hatte sich der kalte
Krieg gelegt und die Russen boten eine ausgesprochen preiswerte Kooperation an. Erste
Verhandlungen ergaben aber immer noch eine Investitionshöhe, die der Finanzhaushalt der
Stadt Biedenkopf nicht hergab. Also wurde solange weiter optimiert, bis eine finanziell
tragbare Lösung gefunden wurde.
Die Optimierungen betrafen überflüssige Sicherheitsmaßnahmen, ausgeklügelte
Bahnberechnungen, das fehleranfällige Steuersystem und die zeitweilige Nutzung der
verwaisten Raumstation "Mir".
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Das Ergebnis war eine
Raketenkonstruktion, die ausschließlich auf vertikalen Steigflug ausgerichtet war. Die
erforderlichen Berechnungen wurden auf einfache Differential- und Integralrechnungen
reduziert, astronomische Faktoren der Kräfte des Sonnensystems konnten vernachlässigt
werden. Auf ein Steuersystem wurde gänzlich verzichtet. Der Motor wurde von einer Feststoffmischung befeuert, die landläufig unter dem Begriff "Schwarzpulver" bekannt ist. Die Menge des Treibstoffs wurde exakt so kalkuliert, dass nach dem Ausbrennen und dem gravitationsbedingten Nachlassen der Steiggeschwindigkeit auf den Nullwert zielgenau die Flughöhe der "Mir" erreicht ist. Weiterer Parameter ist die exakte Einhaltung des Startzeitpunktes. Er wurde so berechnet, dass die "B.O.S.S. 2" dann gestartet wird, wenn die Flugbahn der "Mir" kurz vor dem Überflug der Startrampe ist. Im Bild links sehen wir das stolze Konstruktionsteam, bestehend aus einem kalifornischen Experten für Höhenflüge und einem sibirischen Landmaschinenbau-Ingenieur, bei einer Präsentation auf der "Bleiche". |
| Die Ingenieure hatten als Vorgabe eine prototypische Studie, die in den Kreativlabors der H.A.S.E. zuvor erstellt wurde. |
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Auswahl der Raumfahrer für die Mission "B.O.S.S. 2"
Nach den vielen Prüfungen und nach Rücksprache mit den russischen Kooperationspartnern über den aktuellen Zustand der Raumstation "Mir" wurde entschieden, zwei besonders befähigte und erfahrene Raumfahrer aus der Menge der Kandidaten auszuwählen.
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Kommandant der "B.O.S.S.
2" wird der Raumfahrer Jorgej Koteritzchov (rechts) sein. Assistiert wird er von Raumfahrerin Raissa Henkow (links), die als erste die "Mir" betreten wird, um kraft ihrer Kompetenz in der "Mir" für einen begehbaren Zustand zu sorgen. Der Kommandant ist bei der Anprobe des Raumanzuges zu sehen, die Assistentin studiert bereits die Ausstattungs-Checkliste. |
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Start
| Die Raumfahrer Jorgej Koteritzchov und Raissa Henkow nehmen Abschied vor dem Start. |
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Korrespondenten aus aller Welt berichten vom Start. |
Ein Bilderbuchstart! |
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Experten der H.A.S.E. bei der Flugbahnbeobachtung. |
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Henkel
Letzte Änderung am 15.03.00