Hinterland Aero Space Enterprises
H.A.S.E.

Geschichte

Ende der 60er Jahre, als erste Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufschwungs auch das hessische "Hinterland" rund um Biedenkopf erreichten, wurde in gesellschaftlichen Kreisen, die sich um die Zukunft der Stadt Biedenkopf und der umliegenden Region sorgten, Gedanken gemacht, wie das Hinterland langfristig am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben könnte.
Dabei wurde eine Idee geboren, die sich als ausgesprochen erfolgversprechend darstellte. Diese Idee war getragen von dem Grundsatz, dass der aktuelle Aufschwung nur zeitweilig sein könne und das man in größerem Weitblick dafür Sorge tragen sollte, dass das Hinterland langfristig eine wirtschaftliche Blüte tragen möge.
Am Vorbild Bayern war zu sehen, wie sich eine ehemals ländliche Region unter Wahrung der Identität zu wirtschaftlicher Tragfähigkeit in Zeiten industriellen Ausbaus entwickeln kann.
In Biedenkopf suchte und fand man eine Idee, die sich als ungewöhnlich aber auch zukunftsweisend darstellte.
Im kleinen Kreis von hochrangigen Kommunalpolitikern, Wirtschafts- und Gewerbetreibenden wurde der Gedanke entwickelt, ein Raumfahrtprogramm zu starten. Die Erfolge der US-Amerikaner und Sowjetrussen gaben Mut. Die bestehende Wirtschaftskultur im Hinterland mit Experten vorwiegend in der Metallverarbeitung schien der ideale Unterbau für das zu entwickelnde Programm darzustellen.
Die Gründung der "Hinterland Aero Space Enterprises H.A.S.E." wurde beschlossen und vollzogen.
Hier eine Aufnahme der Gründungssitzung:

Historische Aufnahme der H.A.S.E.-Gründungsversammlung

In Einschätzung der wertebeständigen Mentalität der einheimischen Bevölkerung wurde beschlossen, die geniale Idee zunächst in geheimer Sache voran zu treiben. Ein weiterer Grund für die verdeckte Planung war, dass man sich davor schützen wollte, zwischen die Fronten zweier führender Nationen zu geraten, die konkurrierend in der Weltraumfahrt tätig waren und gegenseitig einen kalten Krieg betrieben. Weiterhin wollte man in aller Stille die Grundlagen schaffen, um erst dann auf dem Weltmarkt die Dienste anbieten zu können, wenn diese hinreichend erprobt und prototypische Beweise vorgezeigt werden konnten.
Also suchte man einen Anwendungsfall, der hinreichend überschaubar war und bei Veröffentlichung eine große Akzeptanz in der heimischen Bevölkerung finden sollte.
Es wurde die Idee geboren, die Entwicklung des "Border Observation Satellite System - B.O.S.S. 1", also eines ersten Bausteins eines Grenzbeobachtungs-Satelliten-Systems voran zu treiben.
Mit dem Satellitensystem sollte die Einhaltung der Grenzen des Biedenkopfer Stadtwaldes zeitgemäß kontrolliert werden, um die beschwerlichen Anteile des zyklisch stattfindenden Grenzgangs eliminieren zu können.
Nach einer internen Ausschreibung zum Bau des Raketenträgersystems ging der Auftrag an einen kleinen Metallbaubetrieb in Biedenkopf, dessen Erträge schon lange keine Familie mehr nähren konnten und dessen Betreiber das Produktportfolio auf das individuelle Personentransportwesen ausgeweitet hatte. Man versprach sich von der Auswahl des Kleinbetriebes eine gesicherte Wahrung der Geheimhaltung und eine bombenfeste Lösung.

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Letzte Änderung am 18.02.00