FAQ (Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen)
Frage: Bestehen keine Bedenken, daß im Falle eines Fehlstarts in der Nähe der Abschußbasis "Landgrafenschloß" größere materielle Schäden entstehen?
H.A.S.E.: Diese Frage ist einer eingehenden Analyse unterzogen worden. Es wurde festgestellt, daß sich im Gefahrenradius keine schützenswerten Güter befinden. Ein Gewerbebetrieb des Brauereiwesens ist rechtzeitig geschlossen worden und die bestehende Immobilie hochwertig versichert. Die Stadtkirche in der Oberstadt hat sich aufgrund gestiegener Kirchenaustritte in den vergangenen Jahren als unrentabel erwiesen, als Ersatz wäre die Hospitalkirche vollkommen ausreichend. Die Bewertung weiterer Immobilien in der angrenzenden Oberstadt ergab einen Gesamtwert, der im Vergleich zum wirtschaftlichen Gewinn der Weltraummission vernachlässigbar ist. Ein Vertreter der Aufsichtskommision machte geltend, dass sich in der unmittelbaren Nähe der Ausweichstartbasis "Kaiser-Wilhelm-Turm" auf der Sackpfeife wirtschaftliche Güter befinden, die höher zu bewerten sind: Erster Grenzgangs-Frühstücksplatz und die Anlagen der Gesellschaft zur Übernahme kommunaler Aufgaben.
Frage: Wieso ist seinerzeit im Kommandozentrum der H.A.S.E., dass bislang als "Bürgerhaus" bekannt war, ein Hallenbad eingerichtet worden, wo doch im naheliegenden Wallau bereits ein größeres Hallenbad existierte?
H.A.S.E.: Das Hallenbad wurde erbaut zum Training von Notwasserungen der Raumkapseln. Diese Zweckbestimmung musste aus bekannten Gründen geheim gehalten werden. Grundsätzlich war das Bad für die Öffentlichkeit geöffnet, die Trainings fanden zu Zeiten statt, die in der Öffentlichkeit als "Geschlossen wegen Wartungsarbeiten" erklärt wurden. Es erschien nicht möglich, für den genannten Zweck eine Anlage in Wallau zu nutzen ohne dass die Geheimhaltung gewährleistet blieb. Heute dient das Bad im Kommandozentrum überwiegend der Entspannung von Raumfahrern, Funktionären sowie weiteren Mitarbeitern, Freunden und Förderern der H.A.S.E. Aufgrund des erhöhten Bedarfs in diesem neuen Sinne unterliegt die Anlage nun keinem öffentlichen Zugang mehr.
Frage: Warum kooperiert die H.A.S.E. mit den Russen, nicht aber mit anderen Weltraumunternehmen?
H.A.S.E.: Die H.A.S.E. ist
offen für Kooperationen aller Art. In den Frühphasen gab es enge Kontakte zu dem
US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen N.A.S.A. Der Kooperationsvertrag sah eine
Beteiligung der H.A.S.E. im N.A.S.A.-"Apollo"-Projekt vor.
Das "Apollo 11"-Projekt verlief zur Zufriedenheit aller. Fast aller.
Die H.A.S.E. hatte sich in der Form beteiligt, dass sie wagemutige Raumfahrer beistellte
und die H.A.S.E. hatte unter anderem von diesen H.A.S.E.-Raumfahrern eine Fahne auf der
Mondoberfläche hissen lassen. In grober Mißachtung der vertraglichen Bedingungen wurden
von der N.A.S.A. diese Umstände in der öffentlichen Darstellung grundsätzlich
verfälscht. Das betrifft insbesondere statisches und bewegliches Bildmaterial.
Darüber ist an mehreren anderen Stellen im
globalen Rechnernetz berichtet worden.
Aufgrund der genannten Vorfälle wurde die Zusammenarbeit mit der N.A.S.A. aufgekündigt.
Die H.A.S.E. hat fortan ihr Raumfahrtprogramm eigenständig weiter voran getrieben.
Nach dem Zusammenbruch der Ost-West-Konfrontation ergaben sich Kontakte zum russischen
Raumfahrtprogramm.
Die russischen Partner hatten eine ähnliche Vorstellung wie wir von einer
kostengünstigen Raumfahrt.
Wir konnten aber in unserem Programm die Kosten noch einmal deutlich reduzieren und
betrachten uns daher als Marktführer in internationalen Segment der Low-Budget-Raumfahrt.
Um den um ihren Ruhm betrogenen und verärgerten H.A.S.E.-Raumfahrern auch nach dem
"Apollo 11"-Projekt sinnstiftende Lebensziele zu geben, wurde von der H.A.S.E.
die Gründung der "Burschenschaft Hasenlauf" in die Wege geleitet.
Dort sind die Raumfahrer nun gut aufgehoben. Die besagte Fahne wurde übrigens seinerzeit
auf dem Mond wieder eingerollt und wurde 1984 der "Burschenschaft Hasenlauf"
gestiftet. Übrigens wurden im Futter der Fahne einige Kilo Mondstand deponiert und zur
Erde geschmuggelt. Auch nach Entfernung der "Beute" ist daher die Fahne immer
noch übermäßig schwer. Der Mondstaub wird nach Preisfestlegung im
H.A.S.E.-"Fanshop" zu einem angemessenen Gegenwert käuflich zu erwerben sein.
Frage: Ist die H.A.S.E. Jahr-2000-sicher?
H.A.S.E.: Frühzeitig hat sich die H.A.S.E. dieser Frage gewidmet. Alle Mitglieder der H.A.S.E. wurden systematisch mit der Fragestellung konfrontiert, ob das Jahr 2000 sicher kommen wird. Das Ergebnis ist, dass 100% der Mitglieder der H.A.S.E. der festen Überzeugung sind, dass das Jahr 2000 sicher kommen wird. Daher gilt die H.A.S.E. als vollständig Jahr-2000-sicher.
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Letzte Änderung am 18.02.00