Burschenschaft Hasenlauf
13. - 15. August 1999, Ijsselmeer-Fahrt

Teil 3 von 5

Die Seejungfernfangmaschine

Unberührt von den profanen Dingen des seemännischen Alltags setzte Käpt'n Brunner unbesorgt seine Route fort.

In Kenntnis des bevorstehenden prototypischen Einsatzes der innovativen Seejungfernfangmaschinerie setzte er durch, daß der Kurs in meerjungfernhaltige Gewässer umdirigiert wurde.

Leider hatte dies die Degradierung eines qualifizierten Steuermanns zum spähenden Hilfsmatrosen zur Folge. Eine hoffnungsvolle Lebenslaufbahn wurde kurzerhand zerstört. Nun, man muß Prioritäten setzen.

Käpt'n Brunner
Belastungstest Die Installation der "Meerjungfernfangmaschine" war generalstabsmäßig vorbereitet und erfolgte in kürzester Zeit.

Wie zu erwarten war, hielt das Kernstück der Maschinerie dem finalen Belastungstest stand.

Details der Installation können hier dem technisch interessierten Laien leider nicht feilgeboten werden, da die Klärung letzter patentrechtlicher Fragen derzeit noch aussteht.

Nur so viel kann preisgegeben werden: Das Grundprinzip besteht aus einer Vereinigung der elementaren Komponenten des Angelns und des Fischens.

Der Erfolg des Angelns hängt in hohem Maße von der Wahl des Köders ab; der Erfolg des Fischens ist von der technischen Konstruktion des Netzes abhängig.

Zum Thema Köder später mehr...

Technische Details der Netzkonstruktion werden weiterhin der Verschwiegenheit unterliegen.

Die Konstruktion wurde erwartungsvoll, sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Warten auf den ersten Fang
Der erste Fang!!! Hey!

Siehe da!

Der erste Fang!!!

Es bedurfte nur des Bruchteils einer Seemeile, um den ersten Erfolg der Fangmaschine zu verzeichnen!

Mit Genugtuung, Begeisterung, stellenweise auch mit Verwunderung der Mannschaft wurde zur Kenntnis genommen, daß das vermeintliche "Opfer" sich in großer Freude der Gewalt der Hasenlaufmatrosen ergab.

Nachdem mit großer Begeisterung der erste Fang eingeholt war, wurden sämtliche Kräfte an Bord eingesetzt, um weitere Fänge zu erzielen.

In einem großartigen Akt kollektiver Kraftanstrengung konnte in kürzester Zeit die Fangquote um das Doppelte gesteigert werden.

Doch damit nicht genug.

Allerdings muß der wahre Umfang der Ergebnisse als Betriebsgeheimnis betrachtet werden.

Der zweite Fang!

Fangnieten Aber: Wie so oft, sowohl im Fischereigewerbe wie auch im Glücksspiel, kommt es unvermittelt vor, daß die Glückssträhne den vermeintlichen Glückspilz verlässt.

So auch in diesem Fall.

Jeder Fischer kennt das: Stiefel, Autoreifen, Unrat oder eben Kerle in einem Jungfernfangnetz.

Mit diesen Schäden muß man leben, da hilft sonst nichts.

Trotz der letzten Fehlschläge war dies ein überaus erfolgreicher Tag.

Die Fangquote war kaum zu übersteigern!

Wenn da nicht die anderen, neidvollen Besatzungen der konkurrierenden holländischen Schiffahrt wären!

In heimtückischer Schläue hisste der Flaggenwart den Wimpel für "Pest an Bord".

Genial!

Pest an Bord
Fangfreude Die Jungmatrosen konnten zu Recht mit sich zufrieden sein!

 

In verheißungsvoller Weise standen nun sowohl Sonnenuntergang als auch der Abend bevor.

Das Schwesterschiff zog der Dämmerung entgegen. Schiff am Abend
Staffettensaufen Die Abendstunden standen ganz im Zeichen des Feierns.

Nun galt es, die Erfolge des Tages in gebührender Form zu würdigen.

Käpt'n Ahab mußte sich angesichts angeblicher internationaler Verpflichtungen standhaft wehren, Vorschläge zum globalen Einsatz der Fangmaschine zu befürworten.

Zunächst sei zu überprüfen, ob die neuartigen Mechanismen gegebenenfalls auch "anderweitig" einsetzbar seien.

Mißbrauch der Fangmaschine?

Die Köder

 

Im Laufe der Feierlichkeiten kam immer wieder die Frage auf, was denn das innere Geheimnis der Meerjungfernfangmaschinerie sei.

Die beteiligten Konstrukteure öffneten das Geheimnis:

Es war die Wahl der Köder!

Voller Stolz wurden sodann die Köder präsentiert...

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© Copyright Eckhard Henkel
Letzte Änderung am 21.09.99