Burschenschaft Hasenlauf 1998

Samstag, 11. Juli 1998, 7. Versammlung

Am Samstag, dem 11. Juli 1998 trafen sich die Burschen um 14:30 Uhr am Marktplatz, um gemeinsam zum Veranstaltungsort der siebten Versammlung, dem Hasenlaufhäuschen, zu marschieren.

Bei dieser Gelegenheit fand eine Marschübung statt, damit die Burschenschaft gut gerüstet den Grenzgangstagen entgegenblicken konnte.

Um den Burschen das Marschieren nach Musik zu lehren, wurden keine Mittel gescheut, für eine rhythmische und melodische Begleitung zu sorgen.

Auch sollten die Burschen an die eventuelle fremdartige Uniformierung der Musikkapellen gewöhnt werden.
Ein charmanter Flötist
Marschübung Unter den bewundernden Blicken der Bewohner des Kottenbachs konnte die Burschenschaft eindrucksvoll demonstrieren, daß sie das Marschieren beherrscht.

Dies war auch kein Wunder, schließlich wurden die Burschen vom Altburschen und ehemaligen Zeitsoldaten Birger Kreutz angeleitet.
Reiter Cottu führte den Zug mit seinem Pferd an. Das Pferd mißachtete allerdings die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Kottenbachstraße und eilte dem Zug davon.

Bei einer Rast am Maibaumplatz wurde versucht, das Pferd an Trommelklänge zu gewöhnen - mit mäßigem Erfolg.
Kötteritz, Cottu, Gaul und Schmeck
Siebott, Roth, Schäfer sen., Plohnke, Endes Nach der Ankunft am Hasenlaufhäuschen wurde gegen 15:30 Uhr die Versammlung durch den ersten Führer Brunner eröffnet.

Zur Einstimmung auf die Versammlung intonierte der Organist das Grenzgangslied.

Mit dem Verlesen des Protokolls der vorangegangenen Versammlung und des Kassenberichts wurde der formelle Teil eingeleitet.

Im Bild links ist im Hintergrund ein gedankenverlorener Altbursche zu erkennen. Vermutlich ringt er noch mit sich selbst, wem er denn am folgenden Sonntag die Stimme bei der Bürgermeisterwahl geben wird.

Nach einer Liederbuchkontrolle wurden die "Drei Lilien" angestimmt.
Eine Pause wurde erforderlich. Danach wurde noch einmal das Thema "Mitgliedschaft im Grenzgangsverein" erläutert.

Die körpernahe Bekleidung für die Grenzgangstage war ein weiteres Thema.

Großen Raum nahmen organisatorische Angelegenheiten für das anstehende Fußballturnier der Mädchen ein. Adjutant Wille erklärte sich bereit, 50 Liter zu spenden, wenn der Bursche Schäfer sen. sich bereit erklären würde, als Cheerleader aufzutreten. Leider ist der Bursche Ochse-Schäfer zu dem Turnier verhindert.

Das Grenzgangslied wurde angestimmt.

Eine Reihe von Burschen stellten eine Spende in Aussicht, wenn sich der Bursche Kötteritzsch in einem Neopren-Anzug zu einem Bad im Marktplatzbrunnen einfinden würde.

Eine Wahl stand noch an. Es sollte ein zweiter Faßmeister benannt werden. Eine überwältigende Zahl von Burschen wurde für dieses Amt vorgeschlagen. Bevor auf der Vorschlagsliste jeder Bursche vermerkt sein sollte, wurde vom Vorstand die Vorschlagsrunde abgeschlossen. Bei der anschließenden Frage an die vorgeschlagenen Kandidaten, ob sie sich zur Kandidatur stellen würden, fiel der Bursche Jäger mit der Antwort auf: "Ich nehme die Wahl an."
Nachdem der größte Teil der Vorgeschlagenen die Kandidatur ablehnten und ihnen die Ehre, vorgeschlagen worden zu sein, jeweils eine Spende wert war, verblieben die folgenden vier Burschen zur Wahl: Bursche Endes, Bursche Jäger, Bursche Siebott und Bursche Bussmann.
Das erste Wahlergebnis machte eine Stichwahl zwischen den beiden Burschen Endes und Jäger erforderlich. Schließlich ging der Bursche Endes als Sieger aus der Wahl hervor.

In großer Inbrunst wurde "Ich bin ein freier Wildbretschütz" intoniert.

Ein paar Jungburschen wurden auf die Fahne der Burschenschaft vereidigt.

Es waren dies: Daniel Brunner (im Bild rechts), Matthias Plewka, Christian Gradic und Benjamin Althaus.

Den Jungburschen war diese Ehre jeweiles eine Spende von einigen Litern wert.

Die Vereidigung stellte den letzten offziellen Teil dieser Open-Air-Versammlung dar. Nach dem Singen der "Alten Burschenherrlichkeit" wurde der offizielle Teil geschlossen.
Daniel Brunner
Der Organist Die Versammlung wurde mit dem Singen von allerlei Liedgut bereichert.

Eine stimmungsvolle Begleitung wurde von dem Altburschen und Musikwissenschaftler Martin Heinrich Schmeck und seiner klangvollen Orgel gewährleistet.

Die Hits des Tages waren:

"Das Lied vom Spargel"
"Ich bin ein freier Wildbretschütz"
"O alte Burschenherrlichkeit"
"Kurfürst Friedrich"
"Flipper"
"Pippi Langstrumpf"
"Biene Maja"
"Der Junge mit der Mundharmonika"
"Das goldene ABC"
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Altbursche Birger Kreutz wußte es bestens zu verstehen, die Burschen mit gegrillten Knobelinchen zu versorgen.

Dem Burschen wurde in der Versammlung der Titel

"Bratmeister auf Lebenszeit"

vergeben.

Würstchenfeuer
Stafettentrinken Im Anschluß an die Versammlung wurde der inoffizielle Teil durch den Besuch der Häschen angereichert.

Die Jungburschen wurden von den Häschen zu einem Stafettentrinken herausgefordert.

Dieser Wettstreit wurde nur knapp von den Burschen gewonnen. Respekt vor den Häschen!

Auch eine Revanche brachte dasselbe Ergebnis, aber deutlicher.

Bursche Roth konnte den anwesenden Burschen und Häschen eine eindrucksvolle Demonstration seiner Fähigkeiten präsentieren.
Er vollführte zusammen mit einem Stuhl einen Salto rückwärts.

Die Versammlung konnte als voller Erfolg bezeichnet werden.

 Zurück Zurück zur Übersicht

© Copyright 1998 Eckhard Henkel
Letzte Änderung am 21.08.99