![]()
| Wieder
mal pünktlich um 20:00 Uhr wurde die sechste Versammlung am 26. Juni 1998 im
Traditionslokal "Zur Luise" durch den ersten Führer Brunner eröffnet. Außergewöhnlicherweise fand diese Versammlung an einem Freitag statt, da am darauf folgenden Samstag bereits das Lepperfest des Reiters Cottu eingeplant war. Wie üblich begann die Versammlung damit, daß das Protokoll der letzten Versammlung und der aktuelle Kassenbericht verlesen wurden. Im Anschluß machte der 2. Führer Liebetrau Ausführungen zum Thema "Fußballturnier der Burschenschaften". Vom ersten Führer Brunner wurde der Hasenlauf-Pokal präsentiert. Dieser Pokal wurde im Wettstreit mit einer Delegation der Bürger der Männergesellschaft Hasenlaufs am vorangegangenen Samstag ruhmreich erkämpft. Während er denn so sprach und man sich über Stollen und Noppen unterhielt, wurde die Versammlung durch lautes Peitschenknallen von der Straße irritiert und unterbrochen. |
![]() |
Wie es sich herausstellte, wurde die Ankunft der offiziellen Vertreter der Burschenschaften durch die beiden Wettläufer und deren bereits gut geübtem Peitschenknallen angekündigt.
![]() |
Die Offiziellen wurden
den Burschen durch den ersten Führer Brunner vorgestellt. Es handelte sich um den Burschenoberst Uwe Kraft, dessen Adjutanten Jens Euler und Martin Kraft, den Burschenhauptmann Jörg Nassauer, seinem Adjutanten Andreas Wille sowie die beiden Wettläufer Björn Breidenstein und Thomas Böhle. |
Die Delegation wurde von der Burschenschaft herzlich willkommen geheißen.
Es ging zur Tagesordnung über. Die Frage der Trikots für das Fußballturnier mußte
geklärt werden. Bursche Lenz wird sich um rote Trikots bemühen. Die Anfrage des Rechners
Blöcher, ob denn Wallauer Burschen das Tragen grüner Hosen gestattet sei, wurde
dahingehend beantwortet, daß dies nur möglich sei, wenn sie mit Kartoffelsalat
eingeschmiert seien.
Zu Ehren des offiziellen Besuchs wurden die "Drei Lilien" angestimmt.
Die Wahl eines 2. Faßmeisters stand an. Zur Wahl wurden 18 Burschen vorgeschlagen.
Schließlich ging aus einer Stichwahl zwischen den Burschen Bakenhus und Roth der Bursche
Roth als Gewinner hervor. Der neu nominierte 2. Faßmeister versprach, am ersten
Grenzgangstag ein Faß auf seine Kosten über die Grenze zu tragen.
An dieser Stelle wurde in Erinnerung gerufen, daß der Bursche Roth beim Fußballturnier
der Burschenschaften des letzten Grenzgangs sportliche Vorführungen in Form von
Flik-Flaks demonstrierte. Daher wurden einige Zusagen und Vereinbarungen bezüglich
Flik-Flaks beim demnächst anstehenden Fußballturnier getroffen. Details sind dem Autor
zum Zeitpunkt der Niederschrift nicht (mehr) bekannt und werden später an dieser Stelle
nachgepflegt.
Zu Ehren des ersten Schriftführers und dessen Geburtstages wurde ihm ein Ständchen
vorgetragen.
| Um den kulturellen
Erfahrungshorizont der Hasenlaufburschen zu erweitern, entschloß sich der
Burschenhauptmann dazu, eine Version des "Renaldini" vorzutragen. Diese Darbietung erforderte nicht nur die Aufmerksamkeit der Burschen, sondern auch deren aktiver Einsatz bei dem leicht zu merkenden Refrain. Leider muß auf die Wiedergabe des Liedtextes im Sinne des Jugendschutzes hier verzichtet werden. |
![]() |
![]() |
Auch der
Adjutant des Burschenhauptmanns ließ es sich nicht nehmen, ein Lieb anzustimmen. Es handelte sich um sein offensichtliches Lieblingslied, nämlich das vom Spargel. Die Vorführung wurde mit dem Kommentar bedacht: "Der hat wirklich sein Bestes gegeben." Im Anschluß der Gesangsdarbietung stellet der Bursche Jörg Heinrich Schmitt eine Spende in Höhe von 100 Litern in Aussicht, wenn der Adjutant Wille bis zur nächsten Versammlung eine halbe Stunde Gesangsunterricht im Hause Schmeck nehmen würde. |
| Nun ging es darum,
neue Burschen unter der Fahne der Traditionsburschenschaft Hasenlauf zu vereidigen. Die folgenden Burschen wurden der Reihe nach dieser Zeremonie unterzogen: Frank Bastian, Dirk Bakenhus, Dirk Lenz, Jan Burk, Matthias Damm, Holger Cyriax, Christian Blöcher, Eckhard Henkel, Olaf Böggering, Thomas Druschki, Andreas Glink, Uwe Wannicke, David Eberle, J. Blöcher, Holger Flamm, ***** ******, Sven Simmer, Marco Theophel, Guido Meyer, Jörg Beck und Guido Mock. |
![]() |
Der Bürger Jens Coorsen wohnte als Gast der Versammlung bei und opferte seine
Ersparnisse in Höhe von 150 Litern für die Kasse der Burschenschaft.
Von dem Rechner Plohnke ist überliefert, daß er 100 Liter spendieren würde, wenn der
Reiter Cottu auch einen Flik-Flak auf die Matte legen würde.
Und dann ging es noch um eine "Wasserwette", in die der Bursche Wolf
involviert war. Der Inhalt der Wette und deren weiteren Umstände müssen aber noch mal
vom Protokollanten recherchiert werden.
Um 22:50 Uhr fand die Versammlung nach dem Singen der "Alten
Burschenherrlichkeit" ein gelungenes Ende.
![]() |
Die Burschen wurden am Abend vorzüglich von den Bürgerinnen Trixi und Sylvia mit Getränken versorgt. Ihnen sei ein herzliches Dankeschön gewidmet! |
![]() |
![]()
© Copyright 1998 Eckhard Henkel
Letzte Änderung am 21.08.99