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Am Himmelfahrtstag, dem 21. Mai 1998, hatten sich gegen 10:00 Uhr etliche Hasenlaufburschen und Häschen am vereinbarten Treffpunkt, dem sogenannten "Maibaumplatz" eingefunden. Da eine anstrengende Bergwanderung bevorstand, mußte zunächst (ähnlich dem Beginn einer Wüstenkaravane) Flüssigkeit bevorratet werden (s. Bild nebenan). Nach hinreichender Vorbereitung war die Expedition gegen 10:30 Uhr zum Abmarsch bereit. Die kräftezehrende Überwindung der ersten Anstiegsetappe machte eine erste Rast am Hasenlaufhäuschen erforderlich. Eine geschickte strategische Planung hatte bewirkt, daß vom Vorabend noch hinreichend Getränkevorräte zurückgehalten wurden, um nun die Reserven der Karawane zu schonen. |
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Die nächste Rast wurde an der markanten Waldwegkreuzung "Goldkiste" erforderlich. Dort wurden die Bal- und Billerbachburschen durch eine niederschmetternde Demonstration der verbalen Stärke der Hasenläufer begrüßt.
Die Burschenschaft Hasenlauf versteht sich in einem kultur- und
bildungsförderndem Sinne.
Da ein gewisses Bildungsdefizit bei den Balbach-Burschen identifiziert wurde, entschloß
sich die Burschenschaft Hasenlauf spontan zu einer humanitären, bildungsstiftenden
Sofortmaßnahme. Bursche S. wurde beauftragt, den Balbach-Burschen und Balbinen das
Alphabet zu vermitteln.
In einer eindrucksvollen Vorführung wurde das "A-Z" intoniert. Dieses
"Ständchen" wurde von allen Anwesenden mit großer Begeisterung aufgenommen.
Leider ist der Liedtext nicht ganz jugendfrei, so daß auf einen Abdruck hier verzichtet
werden muß.
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Nach diesem eindrucksvollen Intermezzo zog die
Karawane weiter in Richtung Eschborn und Sackpfeife.
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Die anwesenden Altburschen konnten dem rasanten
Marschtempo nur mit Mühe folgen. |
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Der weitere Anstieg war derart kräftezehrend, daß eine kleine
Gruppe von Altburschen es vorzog, zur Bewältigung des letzten Anstiegs einen Sessellift
zu nutzen. Wenig überzeugt über die moralische Zulässigkeit dieser Transportart, zieht es der Bursche im Bild links vor, unerkannt zu bleiben. Bei dieser Gelegenheit stellte sich die Frage, ob es nicht sinnvoll sei, den Kleeberg mit einem Sessellift auszustatten. Die Frage wurde nicht abschließend erörtert. |
| Kurz vor Erreichung des Berggipfels fiel einigen Burschen das
Kraft-Fahrzeug eines unbekannten Halters auf. Das Kraft-Fahrzeug trug einen Aufkleber mit der Aufschrift "I love Karl Bolldorf"! Die Burschen waren einhellig der Auffassung, daß dieser seltene Akt von Bürgermeisterverehrung zu wenig gewürdigt wird. Um diesem Mißstand entgegen zu wirken, erfolgt daher an dieser Stelle die Aufforderung, sich an diesem Bürgereinsatz ein Beispiel zu nehmen und den unbekannten Halter des Kraft-Fahrzeuges solidarisch zu unterstützen. Leider trug das Kraft-Fahrzeug noch einen weiteren Aufkleber einer politischen Partei. Da Parteienwerbung nicht Inhalt dieser Seiten ist, wurde das Bild an dieser Stelle retuschiert. |
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Gegen 12:45 Uhr war das Ziel der Expedition, der Gipfel der Sackpfeife
erreicht.
Zur Belohnung gab es einen Imbiß sowie musikalische Untermalung von den Weifenbacher
Musikanten.
Um 15:00 Uhr setzte die Expedition zum Rückmarsch an. Die Route sah einen Abstieg in
Richtung Weifenbach vor. Aber nicht alle Teilnehmer waren auf die schmalen Pfade und
steilen Abhänge vorbereitet. Durch die solidarische Hilfe der Burschen wurde dort, wo es
erforderlich war, unter die Arme gegriffen. Nicht immer gelang es, den Kräften der
Gravitation zu trotzen. Aber letztlich wurde das Tal ohne körperliche Schäden erreicht!
Die Weifenbacher Sänger hatten an ihrer Schutzhütte der Expedition eine Erfrischung zu
bieten, so daß in Harmonie die Wanderung hier offiziell beendet wurde.
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© Copyright 1998 Eckhard Henkel
Letzte Änderung am 21.08.99