Kartoffelbraten 2001

"Von der Wiege bis zur Bahre ist der Brott das einzig Wahre"

Getreu diesem Ausspruch eines ehemaligen Burschen der Burschenschaft Hasenlauf, fanden sich auch in diesem Jahre wieder Burschen, Häschen und Gäste am 08.09.2001 am Hasenlaufhäuschen ein.
Dieses Ereignis warf natürlich sein Schatten voraus, so dass in den Tagen und Wochen davor eine deutliche Vorfreude zu spüren war.

Freudestrahlend erreichte auch der Führer Henkel die Stätte der Glückseligkeit!

Sieglinde & friends!

Da der etatmäßige Bratmeister (auf Lebenszeit) zu sehr mit der Nachzucht von diversen Meeresbewohnern beschäftigt und als Geburtshelfer nicht abkömmlich war, lies es sich der Bürger Moses nicht nehmen, seine Kenntnisse und Fähigkeiten der Burschenschaft zur Verfügung zu stellen.
Sogar der erste Führer Brunner bewunderte die "Fertigkeit" des Bratmeisters Moses.

Der Kassierer Plohnke verstand es vorzüglich selbst den Studenten die letzten Ersparnisse für die dargebotenen Köstlichkeiten zu entlocken.

Dies wurde begünstigt durch eine moderate Preisgestaltung.

Der Arbeitsaufwand der Tätigkeit als Bratmeister ist nicht zu unterschätzen und von daher sei an dieser Stelle nochmals dem Bürger Moses für seine vorzüglich gelungene Tätigkeit gedankt!

Leider war uns der Wettergott oder die Wettergöttin nicht immer hold, so dass ein manches Mal der Weg in die Hütte gesucht wurde.

Bratmeister und Helfer ließen sich jedoch auch von den Widrigkeiten der Witterung nicht von ihrem aufopferungsvollen Tun abhalten. Bravo!

Der Führer Henkel kann auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz an Kartoffelbraten zurückgreifen, man sah dies auch deutlich an seinem wohlwollenden Gesichtsausdruck.

Test bestanden!

Auch die anderen Gäste teilten diese Einschätzung und waren voll des Lobes für die servierten Köstlichkeiten.
Es wurden wieder einmal allerlei kuriose Mitbringsel präsentiert.

Als ein Beispiel soll dieser "Edelstahl Blechnapf" dienen.

Doch wurden auch - und dies mehrheitlich - verschiedene Verdauungshilfen kredenzt.

Unterstützung fand die Verdauung der Speisen u.a. aus den Häusern: Kaiserkümmel, Doppelkümmel usw.

Bravo!

Doch auch mit normalen Geschirr ließ es sich die Runde schmecken.

Die Duffeln der Sorte "Sieglinde" erwiesen sich als gut geeignet den hohen Anforderungen der Versammelten zu entsprechen und erfreuten sich einer hohen Nachfrage.

Selbstverständlich wurde auch ein gekühlter heimischer Gerstensaft gereicht, dies sehr zur Freude der Anwesenden.

Der Seidippeträger Blöcher konnte seine Wege aufgrund einer logistischen Meisterleistung demzufolge deutlich verkürzen, war er doch immer in der Nähe der Tränke, nicht zuletzt aus Eigennutz, zu finden.

Teile des Vorstands ließen es sich nicht nehmen, durch dauernde Präsenz an der "Tränke" Standfestigkeit zu zeigen.

Dies geschah nicht ohne Folgen, wie sich nach und nach am physischen Verfall nachvollziehen ließ.

Dies konnte allerdings nicht vom Autor nachvollzogen werden.

Doch nicht nur Mitglieder der Vorstandsriege waren durch einen Einbruch an körperlichen (Un-)Fähigkeiten betroffen.

Auch so manches Gewächs der heimischen Flora (hier besonders die: Betula pendula) litt unter dem Verfall Einzelner, zeigte diesem Burschen aber deutlich die Grenzen der menschlichen Belastbarkeit auf.

Doch der Bursche "Champion" erwies sich als wahrer Meister der Leidensfähigkeit (und der körperlichen Unfähigkeit) und begab sich in weiser Selbsteinschätzung in die hilfsbereiten Händen der Rettungskräfte.

Der Bursche Siebott verstand es vorzüglich dem Verunglückten den ersten Schock zu nehmen und unter zu Hilfenahme diverser, medizinisch unbedingt notwendiger, Heiltropfen und Rauchwaren konnte der Bursche Champion in einen stabilen körperlichen Zustand überführt werden.
Der Bursche Champion konnte dann in den Überwachungsraum gebracht werden, wo ihm die größtmögliche Aufmerksamkeit zu Teil wurde.

Nachdem ein transportfähiger Zustand des Burschen sichergesellt war konnte der Abtransport durchgeführt werden.

Dem Vernehmen nach sind alle körperlichen Wunden wieder auf ein normales Maß zurückgegangen, was jedoch bleibt sind die psychischen Folgen dieses ereignisreichen Abends.

Auch das diesjährige Kartoffelbraten stellte wieder einmal einen gelungenen Höhepunkt im Kalender der Burschenschaft dar.

Der, eigentlich doch schon obligate, Mangel an Köstlichkeiten konnte dieses Jahr nur bedingt festgestellt werden, lediglich an Feuerholz war etwas knapp bemessen, dennoch knapp ausreichend, vorhanden.

Fazit: Kartoffelbraten am Hasenlauf – Soppa!

Hollerbach & Matze

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© Hollerbach & Matze. Letzte Änderung am 04.10.01